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Aus gegebenem Anlass: „Gewächshaus“ gesucht für junge Künstler“

Kunst und Kultur braucht Räume

und hier gibt es erste Eindrücke von der neugegründeten STAGE & MUSICAL ACADEMY Frankfurt

https://stageandmusicalacademy.de/

zu deren Ensemble unsere liebe Anna gehört

https://stageandmusicalacademy.de/VIDEOS/

Wir drücken die Daumen, dass sich bald ein Ort für euch findet und freuen uns darauf, die jungen Leute hier zu begrüßen.

 

 

 

 

Theater im Wandel der Zeit

Vortrag – Kunst als Spiegel großer historischer Ereignisse ’19
»Vortrag mit Filmsequenzen und einer Lesung« von Felix Hohmann

Samstag, 27. April 2019
Ort: Kulturscheune Calbach, Mittelstraße 50, 63654 Calbach/Büdingen
Urzeit: 17 Uhr-19 Uhr, anschließend Imbiss und Diskussion

Eindrücke vom Tag

Während draußen der ersehnte Regen endlich hernieder prasselte, kamen in der Scheune Menschen zusammen, um zu erfahren, was es mit Theater, seiner wechselhaften Geschichte als Spiegel und Abbild der Gesellschaften und Kulturen auf sich hat.

Nachdem die letzten Gäste eingetroffen waren, tummelten sich in den Räumen schließlich an die 40 Leutchen im Alter von 2- 85 Jahren. Der jüngste Besucher, der allerdings meistens schlief, war 6 Monate alt.

Thema des Vortrags war „Theatergeschichte und politische Ästhetik von antikem Theater bis zur Gegenwart“. Unser Gastdozent Felix gab sein Bestes. Von Aischylos bis Brecht beleuchtete er große Begriffe wie: Höhlengleichnis, Tragödie und Drama , um nur einige zu nennen. Eines wurde uns schnell klar: wir haben erhebliche Kenntnismängel, denen Abhilfe geschaffen werden kann.

Weitere Höhepunkte des Abends wurden von der Künstlertruppe „JuleKu“ dargeboten.
Es waren zum einen Kostproben aus „Volpone“ zum anderen ein Sprechgesang zum Thema Europa.

Es gab also jede Menge schöne Ergebnisse und köstliches Essen.
Danke an alle für die Eindrücke und Anregungen!

Bilder vom Geschehen unter:

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Update

Liebe Freunde,
nach dem schönen Vorlesevergnügen (http://kulturvereinueberland.de/lesung-veranstaltung-19/) und musikalischem Hörgenuss, welches wir am 26. Januar in der Scheune erleben konnten widmen wir uns weiterhin mit vollem Einsatz der Bildung und Teilhabe an kulturellen Angeboten im Rahmen unserer Bildungsoffensive im Planeten. (https://www.stadt-buedingen.de/hess-modellprojekt-familienstadt/portraet-planet-zukunft)

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Eingeladen sind alle, die sich für die Sache interessieren und etwas für die Erweiterung seines Horizontes zu tun möchten.

Themen hier ( auszugsweise), Menschenrechte, Ethik, Tierrechte, Naturschutz, Kapitalismus, Zerstörung der Lebensgrundlagen, soziale Gerechtigkeit, vergleichende Gesellschaftsordnungen im Wandel der Zeiten, alles in allem also Themen unserer Zeit.

Dass wir in unterschiedlichen Sprachen miteinander kommunizieren, macht die Sache spannend.

Wir sind gezwungen, genau zu beschreiben, was wir ausdrücken möchten, wir fragen nach, hören hin, loten aus, verstehen uns.

Eine gute Übung für uns alle. Und alles andere als selbstverständlich.

„Aber wir leugnen unsere Stimmen nicht. Wir sind unordentlich. Wir haben oft den Frieden gestört. Wir erforschen nämlich das Chaos – es ist zukunftsweisend“

Aus: „Frau und Natur“ von Susan Griffin

Vielleicht können wir bald mit ersten Ergebnissen in Textform rechnen. Ergebnisse anderer Art sind bereits zu verzeichnen. Bald mehr dazu.

„Ogaro Ensemble“ am 20.10. 2018 zu Gast bei ueber.land in der Kulturscheune Calbach

Wir saßen gemeinsam zusammen im Hof bei warmer Suppe und Kuchen und genossen die letzten Sonnenstrahlen, als tausendstimmiger Gesang den Herbsthimmel über uns belebte. Wir schauten auf, konnten nicht glauben was wir sahen, und begaben uns auf den Dachgarten.
Von allen Seiten her zogen sie herbei in erhabener Formation, tausende und abertausende Kraniche, mit ruhigen, kraftvollen, meditativ anmutenden Flügelschlägen, getragen von den kalten Winden des Nordens, in Richtung ihrer Winterheimat, den südlichen Gefilden Syriens, Iraks, deren gnadenlosen Winde einst unsere Gäste, die Musiker und Sängerin des „Ogaro Ensembles“ zu uns hergetragen haben.
Die ankommenden Vögel umkreisten einander in großer Höhe in majestätischen Tänzen, begrüßten sich mit freudigen, stolzen, erwartungsgewissen Rufen, ein Reigen über unseren Köpfen von unvergleichlicher Anmut und Freiheit.
Auf diese Weise eingestimmt erlebten wir einen wunderbaren Konzertabend, mit vielschichtigen, geheimnisvollen Klängen der Oud, die Abathar virtuos spielte, begleitet durch die temperamentvolle, überschäumende Violine in den Händen von Aghiad und der taktgebenden Percussionskunst vom Feinsten von Amjad.
Chrisas Stimme ist ein unvergleichlicher Hörgenuss, sie trägt die Botschaften der Instrumente weiter und vertreibt mit ihrem Gesang die dunklen Wolken und kalten Winde.
Drei Musiker, die bereits in ihrer Heimat, dem geschundenen Syrien zusammen musizierten, in Begleitung der griechischen Sängerin Chrisa, deren Heimat ebenfalls in den Wirren der Zeit verhaftet ist fanden den Weg zu uns, und wir sind glücklich und dankbar, dass ihr dar wart.

„Dshamilja“ – Eine musikalische Erzähl-Reise nach Kirgisien

„Wenn jemand spricht, wird es heller“ Siegmund Freud

Am vergangenen Samstag Abend hier zu Gast in der Scheune der Berliner Schauspieler Richard Schnell und der bayerische Flötist Fritz Nagel

Richard führte uns durch die Täler und Steppen Kirgisiens, brachte uns deren Bewohner nah, besonders das „Coming of Age“ des jungen Malers Said im Spiegel der Zuneigung seiner Schwägerin, der schönen Dshamilja zu dem starken, stolzen Danijar.

Im Wechselspiel zwischen Richards wunderbarer frei vorgetragenen Erzählung und dem Flötenspiel von Fritz entstanden die Bilder und Szenen vor unserem inneren Auge. Die Eigenkompositionen von Fritz auf seinen Flöten, der türkischen Ney, der Nomadenflöte Narh, der Schilfklarinette Halil aus Israel und der Maultrommel Dan Moi aus Vietnam passten wunderbar zu der berührenden Geschichte. Das Konzept von Stimmvortrag und instrumentalen Musikeinlagen hat uns überzeugt und uns einen schönen Abend beschert.

Danke liebe Freunde

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Habana mi amor ( Lindas neues Werk)

Heiße Tage und Nächte im Sommer in Kubas Metropole, einem Schmelztiegel aus afro-karibischen Traditionen, medialer Globalisierung, fallender Grenzen und sozialistisch-nüchterner Agonie.

Es war eine schöne Reise, kurz entschlossen, bereichernd und intensiv dank unserer tapferen (weil fuß-, schulter- und zahngeplagten) Freundin Linda, die ihre zweite Heimat Havanna mit einer wunderbaren Ausstellung ihrer Werke beglückte, und Jochen und mir unermüdlich ihre Freunde und Kollegen vorstellte. Lindas Wahlfamilie nahm uns in ihre Mitte. Nie küsste ich mehr salzige Wangen. Ein bunter Haufen unterschiedlichster Künstler tummelt sich auf der Bühne der Stadt, Menschen, die mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln das Leben in seiner Vielfalt und Geheimnishaftigkeit darstellen, entdecken und spiegeln. Welch ein kultureller Reichtum bot sich uns dar, hinter unscheinbaren Fassaden, auf prachtvoll-heruntergekommen Straßen, in Hinterhöfen, Dachböden, in Werkshallen und Bars, die nicht nur zum Rumtrinken einluden!

Lindas Kollegen und Freunde öffneten uns ihre privaten, öffentlichen und künstlerischen Räume und ließen uns teilhaben an ihrem Alltag, ihren Träumen und ihren Werken.

Die Farben und Bilder der Stadt und ihrer Bewohner fanden ihren Weg zu uns, ebenso wie die „Stille -Nacht-heilige- Nacht – Melodie“ zur Begrüßung, als wir in der örtlichen Buchhandlung Postkarten kauften, und scheppernd-groovende Salsaklänge an jeder Straßenecke.

Unvergesslich die Nacht in Franciscos Atelier, als er uns einige seiner Werke zeigte, von denen ein jedes den Kosmos in sich trägt. Die Stunden am schwarzschimmernden Malecong, heiß, laut, und mit einigen Schlucken Planchao intus, als er mir schwierige Fragen beantwortete. Oder der Nachmittag in Annas Atelier, nach schweißtreibender Einkauferei, wo sie uns kurzerhand aufs köstlichste bekochte und wir vor dem Ventilator inmitten ihrer Werke eiskaltes Bier tranken. Die Einladungen bei Candida und Gladys, der beiden Großmeisterinnen kubanischer Kultur, waren eine besondere Ehre.

Was ich unmittelbar begriff: Großes kann in Kleinem entstehen, der innere Raum ist unermesslich, unbezwinglich, unbestechlich, frei und grenzenlos.

Danke Linda, Danke Candida und Gladys, Ana, Clothilde, Magnolia, Francisco, Michel-Angel, Lino und vielen, vielen mehr, für eure Werke und Arbeiten, die Tänze, Klänge, das Zusammensein mit euch, und die Bilder, die unsere Herzen berührten.

Gracias por todo la bueno – mucha suerte, Kuba!

Hier erste Impressionen, Viel Vergnügen!

Einzelheiten zu den Ausstellungen und der Künstler und mehr Daten zu ihren Werken findet ihr demnächst unter www.kulturvereinueberland.de

Habana mi amor

Días y noches calientes en la capital de Cuba – que es una mescla de tradiciones afro-caribenas, una globalización medial, de fronteras caendos y una agonía socialista muy desapasionada.
Es el resumen de un viaje muy agradable con nuestra amiga Linda que presentaba a mi y mi marido Jochen infatigablemente sus collegas artistas, amigos, y nueva exposición de sus proprias obras de arte en La Habana. Su familia ensamblada nos tomó en sus manos. Yo nunca en mi vida he dado besos a tantos carillos salados. En el escenario de esa ciudad se mueven tantas diversos artistas. Gente quienes utilizan todas sus medios disponibles a ellos para dar expresión a una vida tán diversa y enigmática. Qué riqueza cultural, detrás de fachadas insignificantes, en avenidas decadentes, en traspatios, desvanes, naves industriales y en bares que no solo nos invitaban a beber un ron.

Las collegas de Linda nos abrían sus salas privadas, publicas y sus tallers y así nos dejaban participar en su vida cotidiana, sus suenos y sus obras.

Los colores and dibujos de La Habana y sus habitantes han encontrado su camino a nosotros, tanto como las melodías que tocaban en la librería local al comprar postales y la música salsa en cada cornijón.

Nunca olvidamos la noche en el taller de Francisco que nos mostró diversas obras suas, cada una portando su proprio universe. Las horas en el Malecon si nero y rielando, cuándo, después de un poco de planchao, me daba respuestas a varias preguntas muy dificiles. La tarde que pasamos en el taller de Anna con compras hecho en la ciudad, cuando ella nos daba una comida tán excelente y unas cervezas heladas. A mucha honra también la visita con Candida y Gladys, unas maestras de la cultura cubana.

Lo que se manifesto para mí rapidamente: Algo grande se inicia en algo muy pequeno, este lugar interior es inmensurable, incorruptible, libre y sin fronteras. Gracias a Linda, gracias a Candida y Gladys, a Ana, Clothilde, Magnolia, a Francisco, Michel-Angel, Lino y los mucho más para sus obras y trabajos, los bailes, los sonidos que hán tocado nuestras corazones. Y gracias por la amistad.

Gracias por todo la bueno – mucha suerte, Cuba!

»Dshamilja« – Eine musikalische Erzähl-Reise nach Kirgisien

Liebe Literatur- und Musikfreunde,

zwei Künstler lassen an diesem Abend die berühmte Erzählung »Dshamilja« von Tschingis Aitmatow erlebbar werden!
Die bewegende Liebesgeschichte zwischen Dshamilja und Danijar spielt in Kirgisien während des zweiten Weltkrieges. Sie handelt von der Begegnung dreier junger Menschen, die im Kampf um ihre Existenz zu sich selbst finden.

Seit ihrer Veröffentlichung 1958 geht die Geschichte um die Welt und gilt als eine der schönsten Novellen über die Liebe, individuelle Begabungen und Schicksale.

Richard Schnell zeichnet die Bilder der Geschichte durch sein Erzählen.
Fritz Nagel spielt dazu eigene Kompositionen für die Zen-Flöte Shakuhachi.

Samstag, 22. September 2018
Beginn: 19 Uhr
Ort: Kulturscheune Calbach, Mittelstraße 50, 63654 Büdingen-Calbach
Eintritt: 12/8 Euro
Vorstellungs-Dauer: 75 Minuten

Dshamilja
Fotos: Philipp Hunger

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